Kategorie:Thematische EU-Projekte

LEADER Projekt: Hengist Best-of – Kennen, Bewahren und Erleben einer historisch bedeutsamen Kulturlandschaft der Südsteiermark (2017-2018)

Das Projekt HENGIST Best-of zielt darauf ab, das archäologisch-historische Wissen über eine der bedeutendsten Kulturlandschaften der Steiermark, die Region Hengist um den Wildoner Buchkogel, attraktiv darzustellen, zu verbreiten und aufzuwerten. Übergeordnetes Ziel ist eine Stärkung des Bewusstseins für das kulturelle Erbe dieser Region anhand einer verbesserten Kenntnis darüber.

Die im Zuge des Projektes gesammelten, in einem geografischen Informationssystem integrierten und systematisch ausgewerteten Daten bildeten die Grundlage für einen populärwissenschaftlichen Führer zu den archäologischen Fundstellen und Baudenkmalen und für die Aktualisierung der Informationstafeln an den Kulturwanderwegen des Kulturpark Hengist. Ein Video auf der Website des Kulturpark Hengist informiert über das geografische Informationssystem.

Arbeitspaket 1: Archäologisch-historische Untersuchung des Gebietes des Kulturpark Hengist

Die landschafts- und siedlungsarchäologische Untersuchung der Region Hengist basiert auf einem geografischen Informationssystem (GIS), in dem folgende Datenquellen integriert wurden: 1.) ALS-Daten, digitaler Kataster, Franziszeischer Kataster und Luftbilder von 2004; 2.) Grundstückskataster und aktuelle Luftbilder über Zugänge zu öffentlichen GIS-Servern; 3.) Feature-Klassen, die unter Themen, wie Archäologie, Denkmalschutz oder Geschichte, gegliedert sind. In einer eigenen Geodatenbank wurde der Franziszeische Kataster vektorisiert. Für einen Überblick über diese Aktivität wurde ein Video erstellt und auf der Website des Kulturpark Hengist publiziert.

Arbeitspaket 2: Geophysikalische Prospektionen von 3 ausgewählten Bodendenkmalen

Während der ersten Projekthälfte wurden an drei Fundplätzen geophysikalische Untersuchungen unternommen: Stangersdorf (römerzeitliche Villa), Tischlerhöhe (prähistorische Siedlung) und Buchkogel (Kreidfeuerstation und Richtstätte). Die Untersuchungen vor Ort und Auswertungen sind abgeschlossen. Die Maßnahmenberichte wurden durch die ausführenden Firmen (ZAMG und PZP) an das BDA abgegeben. Die Untersuchungsflächen mit den Geophysik-Objekten wurden in das GIS des Kulturpark Hengist integriert und in Verbindung mit den dort vorhandenen Daten ausgewertet.

Arbeitspaket 3: Verbesserung von 17 archäologischen Informationstafeln am Hengist-Kulturwanderweg

17 ausgewählte Informationstafeln entlang der Kulturwanderwege des Kulturpark Hengist wurden auf Basis des aktuellen Forschungsstandes und anhand der neuen Daten aus dem GIS des Kulturpark Hengist neu konzipiert. Sowohl Texte als auch die Abbildungen wurden neu verfasst bzw. neu erstellt.

Arbeitspaket 4: Gedruckter Führer zu den 30 bedeutendsten Fundstellen und Kulturdenkmalen der Region Hengist

Die Herausgabe eines gedruckten Führers zu den bedeutendsten archäologischen Fundstellen und Baudenkmalen in der Region Hengist wurde umgesetzt. Insgesamt wurden über 30 Fundstellen von der Urgeschichte bis in die Neuzeit ausgewählt und, chronologisch gereiht, in 26 Kapiteln einzeln und zusammenfassend beschrieben, wobei der Wildoner Schlossberg aufgrund seiner sich über die Zeiten erstreckenden Geschichte prominent an erster Stelle steht. Die Bearbeitung der Fundstellen wurden unter den drei Hauptautoren Christoph Gutjahr, Stephan Karl und Gernot Obersteiner jeweils nach ihrer fachlichen Expertise aufgeteilt: Urgeschichte, Römerzeit, Mittelalter/Neuzeit. Zusätzlich steuerten Georg Tiefengraber (Wildoner Schlossberg) und Hartmut Hiden (Geologie) Beiträge zu diesem Führer bei. Der 128 Seiten starke Führer wurde in einer Auflage von 500 Stück gedruckt. Er wurde während der Arbeitstagung der Korrespondentinnen und Korrespondenten der Historischen Landeskommission vom 20. bis 22. September 2018 in Aigen im Ennstal durch Christoph Gutjahr erstmals vorgestellt.

Kontakt/Projektträger
Kulturpark Hengist
Hauptplatz 61
A-8410 Wildon
T: +43 676 5521812

info@hengist.at
www.hengist.at

Text: Mag. Dr. Christoph Gutjahr, Mag. Dr. Stephan Karl

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